Argumente

„Aber wenn wir den Atomausstieg wollen, dann müssen wir Windräder in Kauf nehmen – notfalls eben auch im Wald…“  Oder?

Die Problematik der Windkraftanlagen ist leider viel zu wenig bekannt und wird in der Öffentlichkeit leider auch verschönt bis falsch dargestellt.

Aber so sieht die Realität aus:
Massive Waldrodungen für Windräder, Gesundheitsrisiken für die Menschen, Lebensgefahr für Zugvögel, Fledermäuse und bedrohte Tierarten, Waldbrandgefahr, Einbußen für Erholungswert und Tourismus. Die Gemeinde sieht keinen Cent.

Allein die Anlagenaufsteller profitieren von dem Geschäft – die Subventionen dafür zahlt jeder einzelne von uns mit seiner Stromrechnung, durchschnittlich 300 Euro im Jahr.

Hinzu kommen Überproduktion und mangelnde Speichertechniken. Stromspitzen der alternativen Energien werden an andere Länder entsorgt, Atomstrom wird von anderen Ländern importiert.

Nach wie vor wird die erforderliche stabile Grundleistung über die konventionellen Energien abgedeckt. Eine Reduzierung der konventionellen Energien ist lange nicht in Sicht, die Atomkraftwerke laufen weiter. Die CO2-Emissionen sind sogar gestiegen…

 

 

 

Windräder in Wäldern – Zusammenstellung einiger Fakten

 

Waldrodung für Naturstrom?

Wer glaubt, dass noch mehr Windräder um jeden Preis aufgestellt werden müssen, damit wir den lang ersehnten Ausstieg aus der Atomenergie schaffen, der irrt leider.

 

Wer profitiert?

Um überhaupt erst zu verstehen, warum der Bau von Windrädern so vehement vorangetrieben wird und gegen den Willen so vieler Bürger durchgesetzt werden soll, muss man wissen, wer von dem Bau neuer Windräder profitiert. Das sind nicht etwa die Gemeinden (und deren Bürger), in denen die Windräder aufgebaut werden. Die sehen davon keinen Cent!

Die Betreiber der Windkraftanlagen erhalten fest definierte Vergütungen, welche über hohe Subventionen finanziert werden. Kein privates Unternehmen würde sich sonst auf diese Investitionen einlassen.

Grotesk: Die Vergütungssätze sind dort besonders hoch, wo die Standortbedingungen besonders schlecht sind. Je weniger Wind, desto höher die Subvention.

Die Grundstückseigentümer haben Mieteinnahmen in mehrstelligen Bereichen – eine sichere Einnahmequelle für mehrere Jahre.

 

Und wer zahlt?

Die Subventionen in Höhe von jährlich 25 Milliarden (25.000.000.000) Euro trägt der deutsche Bürger, der seine Stromrechnung bezahlt. Mit durchschnittlich ca. 300 Euro im Jahr ist jeder Haushalt an den Kosten beteiligt.

 

Und wer zahlt drauf?

Immobilien in der Nähe von Windkraftanlagen verlieren erheblich an Wert. Viele Eigenheimbesitzer, deren Immobilie ihre Alterssicherung bedeutet, werden dadurch um ihre Ersparnisse gebracht. Es gibt keine Entschädigungszahlungen.

 

Überproduktion und keine Speichertechnik

Schon jetzt liefern die bereits aufgestellten Windräder mehr als doppelt so viel Strom wie benötigt wird. Mitunter wird  so  viel  Strom  produziert,  dass  er  das  Stromnetz  überfordert.

Damit  dieses  nicht  zusammenbricht,  muss  dieser  extrem  teuer  produzierte  Strom  ins  Ausland  zu  Schleuderpreisen  oder  gar  gegen  Gebühr  regelrecht  entsorgt  werden.

Es gibt bisher keine brauchbare Speichertechnik. Hier müsste geforscht und investiert werden, nicht in noch mehr Windkraftanlagen.

 

Alternative Energien verursachen höhere CO2-Emissionen

Das in der Öffentlichkeit vermittelte Bild von den sauberen Energien entspricht leider nicht den Tatsachen.

Konventionelle Kraftwerke dürfen nur Strom liefern, wenn Windräder, Solaranlagen und Biogas nicht oder zu wenig liefern, was mehrmals täglich, mitunter tagelang, vorkommt. Obwohl sie keinen Strom liefern dürfen, müssen sie weiter laufen und dabei sinnlos CO 2  ausstoßen oder sie werden  ständig an- und abgeschaltet. Wie im Verkehr bei Stop & Go steigen dadurch der Verbrauch und der CO 2 -Ausstoß  sehr stark an. Deshalb führen Windräder und Solaranlagen nicht zu weniger, sondern zu mehr CO 2 -Emissionen.

 

Keine Abschaffung der Atomkraft in Sicht

Da der Wind nicht immer weht (und auch die Sonne nicht immer scheint), Strom aber zu jeder Tages- und auch Nachtzeit verbraucht wird, muss eine stabile Grundleistung an Strom gewährleistet werden. Diese wird nach wie vor über konventionelle Energien (Erdöl, Erdgas, Kohle, Atomkraft) abgesichert.

Bisher wurde noch kein konventionelles Kraftwerk mithilfe erneuerbarer Energien ersetzt.

Aber es wird Atomstrom aus dem Ausland importiert. Deshalb  fördern  wir  mit  unserem  Ökostrom  indirekt  Atomkraftwerke im Ausland. Dort werden neue gebaut und Laufzeiten verlängert.

Energieverbrauch Dtl 2013

 

Ganz Brandenburg ist betroffen

Fast alle neuen Windeignungsgebiete sind im Wald geplant. Keine Region, in der es keine Bürgerproteste gegen Windräder im Wald gibt.

 

Zerstörung des Ökosystems Wald

Genau genommen sind es nicht Windräder im Wald – es ist Waldrodung für Windräder.
Pro Windrad mit dazugehörigen Wegen gibt es Kahlschlag in Größenordnungen eines Fußballfeldes.

Windräder im Wald _vi-rettet-brdbg

 

Windräder Luftbild

Durch das Schneisenschlagen in den Wald wird das Waldinnenklima zerstört. Dieses funktioniert jedoch nur in einem zusammenhängenden Waldgebiet. Nur so kann der Wald seine ökologischen Funktionen ausüben (Frischluftproduktion, CO2-Speicherung in Bäumen und Boden, Humusbildner, Trinkwasserproduktion und Erholungswert).

Naturstrom auf Kosten der Natur? Es ergibt keinen Sinn, einen großen Teil des Waldes zu zerstören, um „nachhaltigen“ Natur-Strom zu erzeugen.

 

Störung des Landschaftsbildes

Die über die Baumkronen weithin sichtbaren Windräder verunstalten das Panorama des hügeligen Waldes mit seinen Seen.

Moderne Windräder sind über 200 Meter hoch – so hoch wie die Restaurantkugel des Berliner Fernsehturms, der auch in 10 km Entfernung noch eindrucksvoll zu sehen ist. Windräder bis zu 300 m Höhe (plus Rotoren) sind in der Entwicklung.

Windräder im Wald - Höhe

Und so sieht das dann in „Natur“ aus:

Windpark

 

Gefahren für Tiere

Vögel werden durch die Rotorblätter regelrecht geschreddert. Zugvögel, seltene und bedrohte Vogelarten (z.B. Rotmilan) und auch Fledermäuse sind betroffen. Jährlich 100.000 Vögel und 200.000 Fledermäuse wurden offiziell gezählt.

Zum Beispiel liegt der Liepnitzwald im Gebiet der Flugroute tausender Vögel, auch Zugvögel.

Vögel am Windrad

Kollisionsopfer: Storch und Rotmilan

Storch.png

 

Rotmilan.jpg

 

Gefahren für die Gesundheit von Menschen

Durch die sich drehenden Rotorblätter entsteht Infraschall. Dieser kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhten Blutdruck und Schlafstörungen verursachen.

Schattenwurf und Blinken können zu nervöser Unruhe und psychischen Störungen führen.

Weitere Infos:
AEFIS Positionspapier – Gesundheitsrisiken EEG

 

Waldbrandgefahr

Die bestehende automatisierte Waldbrand-Früherkennung wird durch Windkraftanlagen gestört.

Außerdem können Windräder in Brand geraten – gegen diese Brände ist die Feuerwehr machtlos: Die Drehleitern reichen nicht bis in diese Höhen. Ein kontrolliertes Abbrennenlassen ist bisher alternativlos.

Weitere Infos:
Windräder Brandgefahr

Windrad Brand 1

Windrad Brand 2

 

Der Liepnitzwald ein besonderer – und schützenswerter – Wald

Der Liepnitzwald mit dem Liepnitzsee – ein wertvoller Landschaftsraum und Herzstück des Naturparks Barnim.

Liepnitzwald

263 Hektar dieses wunderschönen Liepnitzwaldes sollen für Windräder abgeholzt werden. Die Regionale Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim hat inzwischen entschieden – trotz massiver Bürgerproteste.

Diese Fläche ist als Windeignungsgebiet vorgesehen:

 

Der Liepnitzwald ist das wichtigste Naherholungsgebiet für die Gemeinde Wandlitz, umliegende Regionen und Berlin. An Sommerwochenenden kommen bis zu 25.000 Erholungssuchende hierher. Der Liepnitzsee ist einer der 10 beliebtesten Badeseen in der Region. Auch Patienten der Brandenburg-Klinik schätzen die Region mit ihrem Erholungswert.

Buchenwälder sind nach den Kriterien der UNESCO „von außerordentlichem Wert eingestuft“

Durch Windräder würde die gesamte Erholungslandschaft schwer beeinträchtigt werden. Die Abgasbelastung der nahen A 11 auf das gesamte Erholungsgebiet durch Zerstückelung des intakten Waldes würde erheblich ansteigen.

Das Wandlitzer Ziel, Luftkurort zu werden, hätte sich damit erledigt.

Der Tourismus, eine wichtige Einnahmequelle für die Gemeinde Wandlitz, würde definitiv leiden.

 

Quellen und weiterführende Links:

„Argumentationsleitfaden für eine vernünftige Energiepolitik“ (pdf-Datei)
der Bundesinitiative „Vernunftkraft“

Bürgerinitiative “Hände weg vom Liepnitzwald”
„Die Bürgerinitiative stellt sich vor“ (pdf-Datei)

www.vi-rettet-brandenburg.de (Bündnis aus Brandenburger Bürgerinitiativen)

www.vernunftkraft.de (bundesweite Initiative)

www.windwahn.de

 

 

 

 

 

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